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AMERICA’ S CUP HISTORY 1983 - 2013
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Der America’s Cup 2013 Das Rennen
Trotz der hohen Einschätzung von Oracle Team USA verlief das Rennen anders als erwartet. Oracle mußte zuerst die Minus-punkte „abarbeiten“ das heißt 3 mal gewinnen, um erst dann einen Siegespunkt buchen zu können. Der Katamaran von ETNZ war in den ersten Renne, vor allem am Wind schneller als Oracle. Das Team war extrem gut eingespielt und segelte schnellere Wenden und Halsen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Skipper und Taktiker war besser aufgestellt. Beide Teams segelten packende Match-Races, die man im Louis Vuitton Cup so sehr vermisste. Als Oracle im 5. Rennen mit 1:04 Minuten bei einem Stand von 4:0 wieder verlor, nahm es einen Tag „Auszeit“ (postponement). Dieser 1 Tag wird jedem Team ohne es begründen zu müssen, zugestanden. Im 6. Rennen hatte man den Taktiker John Kostecki durch Ben Ainsley ersetzt. Auch wurden am Katamaran nicht bekannt gegebene Verbesserungen vorgenommen.(Wahrscheinlich wurde das Gewicht Richtung Heck verlagert). Sehen konnte man nur die Verkürzung des Bugspriet Das Boot wurde beträchtlich schneller und beendete bald die täglichen Doppelsiege von ETNZ.
Im 8. Rennen konnten die Grinder von ETNZ nicht rechtzeitig genügend Druck für die Hydraulik des Wing aufbauen. Dieser blieb bei einer überhasteten Wende hängen.Der Katamaran stieg auf einer Seite in einem gigantischen Krängungswinkel steil in die Höhe. Doch die Crew konnte ihn rechtzeitig wieder kontrollieren, bekam aber wegen Behinderung von Oracle ein „Penalty“ und verlor dieses Rennen. Das 13. Rennen startete bei extrem leichten Wind und wenig Strömung. Beide Teams setzten zum ersten mal am Vorwindkurs den Genacker *. ETNZ führte stellenweise über eine Meile. Da beide Teams nicht innerhalb der vorgeschriebenen 40 Minuten die Ziellinie erreichten, wurde das Rennen storniert. Im nachfolgenden (wieder 13.) Rennen verursachte ETNZ beim Versuch,ohne Wegerecht  noch vor dem Bug Oracle zu kreuzen fast eine Kollision und erhielt wieder ein Penalty. Oracle gewann dieses Rennen überlegen.
*Die Zeiten der Einrumpfboote, die  sich auf dem Vorwindkurs durch  Spinnaker ziehen lassen,sind bei den  AC72 fast Geschichte. Besonders beim   „Foiling“ laufen die Boote dem Wind  davon, der die Genacker nicht mehr  füllt und diese zum Flattern bringt.  Damit wird der Katamaran gebremst  und dessen Stabilität überaus  gefährdet.
Am 21. September regnete es seit Februar zum erstenmal. Da der Wind aus der falschen richtung über die Rennstrecke wehte, wurden beide Rennen abgesegt. Am nächsten Tag gewann Oracle im 14. und dem 15. Rennen beide Starts,hielt ETNZ unter Kontrolle und siegte wieder überlegen nun in einer Reihenfolge von 4 Rennen. Neuer Stand 8 : 5. ETNZ benötigt noch 1 Punkt, Oracle noch 4 zum Sieg. Ohne die 2 Minuspunkte aus der AC45 World Series stünde es 8 : 7, damit mit einem noch höheren psychischen Druck auf das Neuseeländische Team. Oracle hatte jedoch vor allem auch die Geschwindigkeit am Wind durch Verbesserungen am Katamaran gesteigert. Durch aggresive Starts Spithill's, die bessere Geschwindigkeit und perfektes Match-Racing gewann Oracle spektakulär alle folgenden Rennen bis zum Stand 8:8. Am 25. September verteidigten der Golden Gate Jachtklub und das Oracle Team USA im 19. Rennen erfolgreich den 34. America's Cup 9:8.